Wann ist die Beste Reisezeit um Mendoza zu besuchen?

Mendoza liegt am Fuß der Anden und hat ganzjährig ein trockenes Klima. Generell ist eine Reise nach Mendoza über das ganze Jahr hindurch möglich. Die Stadt liegt in einer Halbwüste, die nur sehr wenig Niederschlag über das Jahr hinweg bringt. Davon selbst merkt man in Mendoza jedoch kaum etwas, da die Stadt durch die vielen Bewässerungskanäle eine kleine Oase in der trockenen Umgebung ist. Die regenreichsten Monate sind der Januar und März mit durchschnittlich 4 Regentagen im Monat (Vergleich Berlin: 9 Regenstage).

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez  
30 29 26 22 18 15 15 17 20 24 27 30 Tag
18 17 15 11 6 6 6 7 7 8 8 8 Nacht
4 3 4 2 2 2 2 2 3 2 3 3 Regentage

Ein Highlight eines Besuches in Mendoza und der Weinregion, die sie umgibt, ist das Weinfest Ende Februar / März. Auch bietet sich der Februar und März besonders an, um die Weinreben mit ihren schwer behangenen Trauben zu sehen.

Unsere Reise nach Mendoza

Auch wir stellten uns vor der Reise nach Mendoza die Frage, die sich wohl jeder Reisende stellen muss:

Schnell oder Langsam, Teuer oder Billig?

Aufgrund der langen Zeit von 7 Monaten, die wir insgesamt in Südamerika verbringen, reisen wir immer auf Budget und unsere Vorlesungen in der Gastuni in Buenos Aires schränken unseren Zeitrahmen für Reisen während des Semesters zusätzlich ein. Entsprechend mussten wir auch unsere Entscheidung für das Fortbewegungsmittel gewichten. Aus zeitlichen Gründen haben wir uns dieses Mal für die bequemste schnellste, und auch teuerste Reiseform entschieden: Das Flugzeug.
Buenos Aires besitzt zwei Flughäfen Ezeiza und Jorge Newbery.
Ezeiza bedient die meisten internationalen Verbindungen, während Jorge Newbery fast ausschließlich für Inlandsflüge dient.

Mit Aerolineas Argentinas ging es vom Inlandsflughafen Jorge Newbery in etwas mehr als eine Stunde in den Ostteil Argentinens. Insgesamt hatten wir für den Besuch in Mendoza 4 Tage eingeplant – zwei davon mit Mietwagen.  Anders als in Europa funktioniert der Busverkehr in Argentinen nicht mit festem Busfahrplan, sondern als Planunghilfe werden nur die zeitlichen Intervalle der Abfahrten angegeben. Das bedeutet: Hinstellen, warten, warten, Einsteigen. Ein Kurriosium an Argentinien ist das Warten an Bushaltestellen ansich. Während der Straßenverkehr, die Baustellen, und das Leben allgemein eher chaotisch struktuiert sind, herrscht an jeder Bushaltestelle blanke Ordung. Jeder Wartende steht brav wie auf einer Perlenkette aufgereiht hintereinander. Wer keine bösen Blicke riskieren will, sollte sich diesem System auch brav unterordnen - als "Gringo" (Ausländer) fällt man ohnehin schon genug auf. Auch gebührt es der Anstand die regionalen Gewohnheiten zu respektieren, auch wenn sich manchmal etwas fragwürdig scheinen.

Unser Reisebericht aus Mendoza

Im Gegensatz zu unserer letzten Reise nach Iguazú hatten wir beim Wetter nicht so viel Glück. Auf der Südhalbkugel beginnt mit dem Oktober der Frühling. Die Werbeplakate in Buenos Aires haben uns mit „Primavera en Mendoza“ (Frühling in Mendoza) Lust auf ein paar warme Frühlingstage mit blühenden Obstbäumen und mediterranem Klima gemacht. Aber leider erreichte Mendoza pünktlich mit unserem Ankommen ein erneuter Kälteeinbruch. Das nennt sich wohl echtes Timing!

Tag 1 & 2 - Ankommen und Spaziergang durch die Stadt Mendoza

Noch vor ein paar Jahren zählte Mendoza zu den sichersten Städten Argentinens. Bei der Fahrt vom Flughafen in das Stadtzentrum von Mendoza schlängelt sich der Bus durch die ärmeren Gebiete der Stadt und auch in der Stadt selbst fallen die Straßenhunde und die vielen Armen auf. Der Busbahnhof in Mendoza zählte in der Vergangenheit zu den "heißeren" Spots in der Stadt und dort versucht die Polizei mit einer höheren Präsenz Kleinkriminilität wie Taschendiebstahl. Auch an sonstigen Turisten "Hotspots" fällt die Polizeipräsents auf. 

Im Stadtzentrum von Mendoza gibt es 5 kleinere Parks, die zu den Highlights eines Besuchs zählen. Leider prägten neben dem kühlen Wetter auch viele Bauarbeiten das Stadtbild. So waren an 3 der 5 Parks Bauarbeiten und die vielen Springbrunnen außer Betrieb.
Im Westen der Stadt befindet sich die grüne Lunge Mendozas, der Park General San Martin. Dieser große Park hat viele Springbrunnen und einem großen See war leider auch mit Bauarbeiten durchzogen, aber dennoch muss es hier im Sommer und Spätsommer wirklich wunderschön sein.
Am Ende des Parks befindet sich der Cerro De La Gloaria (Berg der Freiheit) mit dem Monument der Andenarmee. Von Mendoza aus zog General San Martín fulminant über die Anden und befreite Chile und Peru von der spanischen Kolunialmacht. Für mehr Inhalt siehe Wikipedia. Kurz nach unserem Eintreffen am Monument auf dem Gipfel kamen Busladungen von Schulkindern, die einen Klassenausflug zum Denkmal machten. Zwischenzeitlich waren wir weißen Europäer mit unserer Drohne und der Kamera die größtere Attraktion.

Tag 3 - Valle de Uco & Lago Potrerillos

Endlich ein Auto! Endlich raus aus der Stadt! Mit dem Mietwagen konnten wir die Stadt nun hinter uns lassen und endlich „on the road“ sein! By the Way schaut mal bei unseren Freunden von On The Road.Media vorbei!

Mit etwas besserem Wetter machten wir uns auf den Weg in Richtung Weinberge. Valle de Uco – das ist der Name der besten Weinregion rund um Mendoza. Hier befinden sich die besten Weingüter der Region. Valle de Uco ist heute deshalb von Bedeutung, da hier ausländische Investoren - hauptsächlich Franzosen und Holländer - den Bau edler Weingüter finanziert haben und so viele Betriebe erweitert und aufgestockt wurden. In unserem Reisevideo nehmen wir dich mit auf einen Flug über ein Weingut – unbedingt anschauen!

Viele Weingüter haben eine grandiose Lage direkt vor den auch im Sommer schneebedeckten Anden. Leider haben Kälteeinbruch und die vielen Wolken am Himmel unsere Hoffnung auf die malerischen Bilder, die man sonst beim Suchbegriff „Mendoza“ so findet, nicht ganz erfüllt, aber seht selbst:

Da das Wetter gegen Nachmittag wurde, machen wir uns auf den Weg zum Lago Potrerillos. Einem azurblauen Bergsee in der sonst so kargen Bergregion. Der See befindet sich etwa 60 Kilometer von Mendoza entfernt auf 1500 Metern Höhe.

Tag 4 - Auf der Ruta 7 zur chilenischen Grenze

Wir lieben Roadtrips und wir lieben Berge! Das sind eigentlich die perfekten Zutaten für unseren 500 Kilometer-Ritt von Mendoza aus durch die argentinischen Anden. Die Ruta 7 ist eine der wenigen Straßen, die quer durch die Anden nach Chile führt. Entlang der ehemaligen Transanden Zugstrecke schlängelt sie sich an den Berghängen der 5000er entlang.

Da auf dieser Reise alles anders kam als wir es ursprünglich geplant hatten, kamen wir kurz vor dem mächtigen Aconcagua in einen aufziehenden Frühjahrsschneesturm. Von Mendoza aus kann man bei klarem Wetter ebenfalls einen Blick auf den höchsten Berg der Welt außerhalb des Himalajas erhalten. Mit 6962 Metern Höhe ragt dieses Felsmassiv erhaben über den ihn umgebenden gleichnamigen Nationalpark. In unserem Fall zeigt sicher der Berg eher sehr schüchtern und mit Nebel bedeckt. In der Ausgangsplanung war hier im Nationalpark ein Tag mit Videodreh und großer Wanderung geplant. -3 Grad Celsius, unglaubliche Windböen und immer stärkerer Schneefall und ohne Sicht machten das Vorhaben jedoch unmöglich. So drehten wir schon kurze Zeit nachdem wir den Park betreten hatten wieder um.

Mendoza - Lohnt es sich?

Unser Fazi

Unser Reisebericht über Mendoza und die Provinz enthält Öfter den Konjunktiv. Aber dennoch bleibt unser Fazit positiv. Ein Mietwagen bleibt bei einer Individualtour ein absolutes Muss und bietet die Möglichkeit selbst das Reisetempo zu bestimmen.

Valle de Uco ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen und auch die Fahrt auf der Ruta 7 ist bei gutem Wetter bestimmt jeden Meter wert.

Leider konnten wir unsere Idee, die Laguna del Diamante am Vulcán Maipo auch nicht realisieren, da auch dafür das Wetter zu schlecht war.

Aber wir kommen wieder, auch um den Aconcagua noch zu besteigen. Mendoza, thanks for having us!

Folge uns auf unserer Reise

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Weitere Informationen zum Nationalpark